Geschichten, die die Feier schreibt.
Bayerns Weih-die-Nacht-Macht 29.12.2006
Es begab sich zu der Zeit, als des Freistaats dunkle Regentschaft immer belastender wurde und der Winter viel zu warm war und keinen Schnee brachte, als die Ladung zu dem Feste der Feste übers Land schmetterte. Und diese Kulthandlung sollte die letzte in diesem Jahr sein:
Und jedermann ging, dass er feiernd aufbegehren könne und das angefressene Fleischgewordene wegtanze, ein jeder in diese zeitlose Stadt.
Da machten sich auch die Schöpfer dieses Unerforschlichen aus ihren Heimstätten auf, zu dem erkorenen Ebendort, damit sie die Klangmittel errichteten, die Festfeste mit Trophäen der Vorzeit illuminierten und soziale Netze knüpften.
Als sie fertig waren, sahen sie, dass es ganz gut war und im Zeitlos war die ACHTE NACHT erschienen, dämmerte und hämmerte. Und es war Zeit, auf Takt die Scharen zu empfangen.
Angelockt vom himmelsstürmerischen Klang kreuzten sie auf, an die Pforte, begrüßt von Evas und Töchtern in ureigenen Gewändern.
Und der musische Geist in all seiner rhythmischen Schlagkraft ließ die Horde spüren, dass sie lebten und bebten. Da traten die Madli zu ihnen und jodelten: “Fürchtet euch nicht! Hört, es offenbart sich sakrisches Urbehagen, das euch durch die Musi und die Lauterkeit zu Teil wird!“
Als die achte Nacht um war, begab es sich in zweifach erneuerbarer Energie, dass der FONKe übersprang und des VOLKS TERain Wunder wirkte. Auf dass die weizen-wonnetrunkenen Jünger im Gleichtakt strahlten, schwärmten, schuhbladelten, rühmten die sinnhafte Empfindung.
Hernach erhallte ein unnachahmlicher Ton, Folge der DIVA ELECTRONICA. Fernen Sphären entsprungen, Materie maschinenklanglichen Schöpfertums verkündend, (v)erquickte dieser VOHelektronische Musikkunsthirt hörbar fühlend in Gedankenbildern die gesellige Herde, so dass manche beinah übers Wasser wandelten.
Bis die FONKwellen und das Geschick des VOLKS TAktfest auferstanden von den Leibhaftigen zu den Tellern, die die Welt bedeuten.
FONKsprühend pulsierte das bierselige Geschehen, Nähe des VOLKS TRieb den lückenlosen Fortgang. Denn es klappert die Mühle am rauschenden Bach; klipp, klapp … der Eingebung ergeben.
Zügellos zügig zog Zeit, Wasser wurde Wein, Brot blieb Brot,
das Ende war kein Anfang mehr. Der Anfang war zu Ende.
Die Reichsgewalt wird fallen, wollen wir sie uns nicht krallen?!
Was ist mit Bayerns Zeit los? Zu einer Möbiusschleife verrückt!
Auf dass uns die Machtergreifung endlich glückt!!
(Feiereia-Evangelium)