All ins Wald–Wasser–Wiese-Wunderland
25.8.2007
„Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt!“ (Einstein)
Es waren einmal die mit System vom Boden Abgehobenen, die dem Feiern in Häusern und in der Stadt überdrüssig geworden waren und die auskasperten ein klingendes, lumpiges Wunderland fernab der Erwachsenen zu schaffen, in und um den Wald, das Wasser und die Wiese. Daher fragten sie den roten, weisen Drachen, wo sie einen solchen Ort fänden. Er brachte sie zu Weiträumigkeit und friedlicher Beschaulichkeit, von der Natur arrangiert in viel Wald, Wasser und Wiese, bewohnt von einem freundlichen Franken. Und so vereinbarte der Schlag mit dem Schlag einen Zeitsprung, um die schöne neue Welt für vierundzwanzig Stunden erscheinen zu lassen, denn: Eine Welt ist nicht genug!
Der Sommer fühlte, sie bastelten und entwickelten, verwickelten und lechzten dem Tag entgegen, der sich in die Ohren flüsterte. Ein Tag am Ende des Sommers, wenn die Sonne noch einmal mit all der ihr verliehenen Kraft brennen würde und der Mond fast voll wäre und die Sterne strahlen sollten wie Kristalle. Für diese Zeit bereiteten sie sich vor und verwahrten das Geheimnis, ihren Schatz, wo dieser Nichtort (Utopia) sei.
Als es fast soweit war, versammelten sie sich, um das Land zu wundern. Sie spannten den Stoff, aus dem die schwarzrotgoldnen Träume sind J und der ein Stück vom Himmel auftut. Blütentropfenregen in Ästen, die Sterne vom Himmel aus der Nacht in den Tag, mit wehenden Fahnen Buddhas kreuzten die Frank- und Freiheitskämpfer den Raum.
Und noch einmal ruhten die Lumpen, bis der Tag anbrach und bis sie vor Aufregung Fahrt aufnahmen. Angekommen folgte Feinheit, weil lumpen lassen wollten Lumpen sich nicht. Sie führten etwas im Schilde: Vorsicht Schild! Mit Schirm und Charme zog der Stamm zartweiß und straff über der Wiese. Mit Fleiß und Festphilosophie entstanden sodann lauschige Splitter im Raum. Die Erleuchtung spross in den Bäumen. Der Strom floss ratternd dahin, die Musik auch. Aus dem edlen Kabuff schallte es hinab und hinauf in den Wald, auf die Wiese und das Wasser bis zu den Pforten dieser Welt im Text. Der rote Stern war aufgegangen.
Als er am höchsten stand, folgten sie dem weißen Kaninchen und kamen all ins Wunderland; Kommunis-mus(s)! Aus dem Walt – er kam. Über die Straßen, die jene Wirklichkeit bedeuten, empfangen, begrüßt, entgrenzend in die Sphären der Phantasie.
Mit allen Wassern gewaschen wäscht es ihnen flippig den Kopf, die Ohren und die Beine. Es schlägt der Takt, es streichelt die Melodie – die Seele, ein Rausch des klingenden Lebens für die Musiknatur. Ungestüm heiß glüht die Sonne, herzwarm der Schwatz. Zähne zwängen Zwetschgen zur Zunge, zuweil´s zum Zelt zu zackig zuckt. Munter macht die Musikmische meilenweit. Das Kleinerle dreht die Teller weiter. Die Wunderlandnation verteilt sich, auf den Raum, lauscht wabbelnd brabbelnd den Hymnen ihrer Hörheimat. Der Volks reFlex wird ausgelöst. Das Land wird Wunder, blauweiß spiegelt sich der Schweiß. Ein Spiel im Wechsel beschattet den Bayern- und Abfeiererstaat. Wald, Wasser, Wiese wundert wahr. Geschichten irren im Labyrinth der Wahrscheinlichkeit. Die Sonne läuft langsam stetig übers Firmament und schickt lichtgeschwind warme Waldwelten. Ihr glühender Hauch lockt zu Fischen. Der Berg beherbergt die Burg zu Balkonien, bietet Pulk Platz und Plausch und Panorama, der Bauch birgt bestes Bier. Die Reise reißt hinfort, die schicken weißen Treter und Buspiratin zieht die Sehnsucht in die Ferne zur roten Burg, Abenteuer wagen.
Die Sonne lacht aus, dimmt atmosphärisch, verliert sich in Wald, Wasser, Wiese.
Schimmer schlimmer, Beat-Meer! Der Abend teuert milde, wo Wohnen im Wald wird gehüllt im Mantel der Musik. Die Platten dreht flott der Dreier, der Planet den Tag, mixt in die Nacht. Die Dunkelheit verschmilzt Raum und Traum. Lichter leuchten auf und ab, Nacht achtgebend lenkt den Kreis des Stroms. Transparent bebildert scheint die Hütte trinkbar, bevor der Saft abdreht. Auch die Gutmannen holen Weizen ein bis zu der Wand-ah geht er aus. Die Meute ertastet sich im Tanz Fläche aus planlosen Gründen.
Der Grinsemann hat unterdessen die Grinsemaschinen in Wald und Gesellschaft eingeführt und steuert sie intuitiv in unbekannte Tongefilde. Konzentriert grinst er Bass und Trommeln ins Musikmanöver. Schaltet, waltet Wald, Wasser, Wiese. Mond und Stimmung steigt, hat zugenommen, fast voll und kommen. Im Wohnwald wuchern Worte, während das vierte Element entflammt, als der Trabant zwischen jene Bäumen reicht, lodert heller, schneller werden für Teile Feuer wieder Wasser. Wie Leuchtkraft glitzernd kugelt, wirkt westwärts her, dass Quanten hüpfen quer. Eigenstaatlich bewegt sich der Gruppen Tanz zum Apparat, routiniert rotiert Klang. Stevelchen vohlgen nach, Schritt für Schritt den Rhythmus stampfend, in den blauen Ring, der mit Assoziationen von Swimmingpool und Kultstatt schließt. Lockt die Geister der Nacht in seinen Bann. Mit großen Augen, damit sie besser sehen können, mit großen Ohren, damit sie besser hören können, trippeln Lumpen übers Feld. Im Dunkeln Gestalten, die keiner jemals gekannt, eingehüllt und verflechtet im Schein und Sein der Nacht, gib acht. Der Wille ist frei und ist es nicht. Wir wollen, was wir machen; wir machen, was wir wollen. Der Sog aus Klang reißt uns hinauf zu Sternen, die nie heller strahlten aus der schwarzen, wohligen Unendlichkeit. Wir leben jeden Moment der Gegenwart wie eine Ewigkeit. Und als Gollum seinen Schatz in grüne Seide tauscht, ist die Wirklichkeit mit der Raupe auf den Pilz gekommen und wir sind groß und doch wieder klein. So hämmert bis es dämmert und der Tag zur achten Nacht erwacht. Die Moldau trug das Gewicht der Welt in den frischen Nebel, der so geheimnisvoll übers Wasser schleicht. Der Übergang ward mystisch. Sie spielten Schattenschach, als über alle Berge die verloren geglaubten Zwerge heimkehrten und mit Stock und Stein tollten. Bayern stürmten das Himmelreich. Takt hackend brät die Sonne zum Zenit, als sich das Wunderland verliert und schwindet nach und nach, aus dem Traum erwacht. Den Trödel eingepackt, der Wind wehte sanft in den Fahnen, entzaubert der Wald, versickert das Wasser, wird die saftige Wiese Mooswiese und süffig, in einem Zug ist abgefahren. Für einen Tag Franken fusioniert, Anarchie für Kopf und Glieder…
Und wenn wir die Augen schließen, sind wir da; umgeben von Waldi, Wiese, Wasser. Feed your Head…
(Phantasierte Feiereia)