Die klirrenden aus Klang Gefährten – 29.12.2007
Es begab sich zu einer Zeit, als die Welt noch etwas jünger und 007 war, mit der Lizenz zum Feiern. Mittelfranken, ein Land bewohnt von trotteligen Helden, überschattet von der schwarzen Macht. Der schwarze Herrscher fuhr fort, sie zu knechten, sie alle zu finden, in das Dunkel zu treiben, sie ewig zu binden; zu überwachen, und ihnen Vorschriften zu machen. Aber in einem kleinen, beschaulichen Kaff in mitten von Franken regte sich Widerstand…von den Wangfeuchtern.
Sieben beschwerliche, aber glückliche Tage ihres Abenteuers lagen hinter den Klirr-Klang-Kameraden und es sollte auch noch nicht alles gewesen sein… Früh am Abend hatte sich der Rat des Remmidemmi in der Höhle des Herrn der Platten versammelt, um den Pakt des Feierringes zu erneuern. Nach Freuden des Wiedersehens, brachen die Gefährten auf, ihre Bestimmung zu erfüllen: Pack und Sack karren. Eine schwere Bürde hatten sie zu tragen, eine schwere Bürde an Fetenbedarf. Bei den Verbündeten aufzuschlagen, hatten die Gefährten Gefährte mit gutem Preise. Durch die klirrende Kälte und gewarnt vor Eises Glätte, mieden sie fernab der Wege zu reisen.
Der Dinkel bühlte bereits in den schönsten Farben, zeitlos schrill. Sie kehrten ein im Gasthof zum tänzelnden Taumel, um dort Randalf den Blonden zu treffen. Verfolgt und gehetzt von der festen Absicht, dass sie erst einmal ordentlich abfeiern müssen, bevor sie den Feuerwerkberg erreichen sollten. Die Gerätschaften wurden verschmiedet, der Schatz vom Silbersaal beschirmt und schmuck. An der Pforte zu der Bronxmine sprachen sie Freund, traten ein, um das Eine zu erleben.
Und so kamen all die Altvordern und Junghintern, Lumpen und Tausendsassa, Freaks und Wunderlinge. Die Audettelneuner, die Bachsaner, die Bühldinkler und viele, viele mehr, um sich zu amüsieren, wie man es im Frankenland so macht. Brauchen net vill, Bass scho! Sie trieben die Musikmaschinerie an. Ein Herz- und ein Taktschlag bummerten durch die Nacht. Ricko´n Roll! Bis ins Kleinste gekreuzt war das Ende vom Lied. Die Gemeinschaft des Einen und Kleinen wild wuchs. Sie wippten, flippten, waren ganz Ohr für des Zimmers Mann. Im Nebel verborgen, geborgen im Tanz. Gefährlich der Weg auf die Bretterspitze. Doch düster und heiter wummerten die zwei Türme. Und wieder ricote sich etwas. Schmelz aller inneren und äußeren Bewegung in Schreien, Kreischen, Jaulen ergeht durch die undurchdringliche Nacht, gehört sie doch uns. Kleine Ursache mit große Wirkung paukt den Klang auf sie hernieder. Die Körper verwrungen, in Gebärden verwaschen. Aufs Gemüt stevelt vohsichtig Herr der Platten, keiner mehr Herr der Sinne. In der Musik verloren, Trommeln aus der Ecke, schlagen zum Beginn der neuen Zeit. Die schwere Beatlast bürdet nicht auf, sondern befreit leichtfüßig. Auch Feuer zeugt von Beweglichkeit, lässt sich nicht erlischen. Es brodelt, es ist kein Platz! Wir wollen nicht hinaus! Der Nebel offenbart, was nicht zu sehen ist. Aus Schutz und Schirm regnet es schier Silberbatzen, verstrahlt von einem anderen Licht. Ein Morgen versucht sich nach der achten Nacht… Voll Friede, Freude, Feierkuchen schütteln sich Schröpfe, zuckeln Zöpfe, gehen im Kopf herum. Die wüste Schar geht an die Decke. Sie fällt ihnen auf den Kopf. Das Ende vom Lied ist die Zeit, die sich einer Wende neigt. Es wird still, Abschied. Sie ziehen aus dem Land und aus der Stadt, neue Heldentaten zu vollbringen.
Mühlenweit haben sie alle heimgesucht. Kühn und hart sind der Lumpen Tugenden. Auf dem weißen Ross trabten sie in die Unendlichkeit der neuen Zeit: 08 haben! Mittelfranken grünt, das Dunkel wird vertrieben. Alterschwach und farbenblind kehren sie dereinst zurück.
(alte feierleier)